Die Plattform Filmwirtschaft und Filmkultur mit dem ORF ...
... unterstützt als Teil der Initiative PRO ORF die Forderungen nach einem politisch und wirtschaftlich unabhängigen ORF, der seinen öffentlich-rechtlichen Auftrag auch durch eine hohe Programmqualität mit österreichbezogenen Inhalten erfüllt und seiner Rolle als Kulturproduzent in Bezug auf die österreichische Kinofilmproduktion gerecht wird.
Zur Konkretisierung dieser Anliegen stellt die Plattform darüberhinaus folgende Forderungen, die bei der für Dezember 2009 geplanten Novellierung des ORF-Gesetzes von der Österreichischen Bundesregierung zu berücksichtigen sind:
Wie sollen diese Forderungen umgesetzt und finanziert werden? Lesen Sie unser Finanzierungs-Modell!
Lesen Sie auch die Erfolgsgeschichte des österreichischen Films ...
Die Forderungen im Detail:
1. Zweckwidmung des Programmentgelts:
25% der ORF-Gebühren für die Herstellung
österreichischer Fernsehfilme, TV-Serien
und -Dokus!
Warum?
Kottan, Mundl, Julia und viele andere Protagonisten österreichischer Fernsehfilme und TV-Serien tragen wesentlich zur Förderung der österreichischen Identität und damit zur Erfüllung eines zentralen gesetzlichen Programmauftrags (§ 4 ORF-Gesetz) bei.
Filme und Dokumentationen mit österreichspezifischen Inhalten zählen auch zu den beliebtesten Programmen des ORF mit den höchsten Einschaltquoten. Dennoch sind sie im ORF immer seltener zu sehen, weil die Produktion neuer Fernsehfilme teurer ist als der Einkauf amerikanischer Serien.
Um seinem Programmauftrag und den Erwartungen der Gebührenzahler zu entsprechen muss der ORF gesetzlich verpflichtet werden, 25% der Gebühreneinnahmen dafür zu verwenden, österreichische TV-Filme, -Serien und -Dokus bei österreichischen Produzenten in Auftrag zu geben oder in Koproduktion mit der österreichischen Filmwirtschaft herzustellen.
2. Förderung des österreichischen Kinofilms:
Gesetzliche Fixierung und wertgesicherte
Dotierung des Film/Fernsehabkommens
seitens des ORF!
Warum?
Internationale Kinofilmerfolge brauchen den ORF. Denn der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist nicht nur Produzent und Auftraggeber von Fernsehprogrammen, sondern auch ein unverzichtbarer Partner der österreichischen Kinofilmproduktion. Oscars, Emmys und Goldene Palmen fallen nicht vom Himmel!
Die großen internationalen Erfolge, die der österreichische Film in den letzten Jahren feiern konnte, sind maßgeblich auch ein Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen österreichischer Filmwirtschaft und ORF, die seit 1981 – auf freiwilliger Basis – durch das Film/Fernsehabkommen geregelt ist.
Um diese erfolgreiche Zusammenarbeit auch in Zukunft sicher zu stellen muss das Film/Fernseh-Abkommen – als dritte Säule der Filmförderung – gesetzlich fixiert und seitens des ORF mit einem Mindestbetrag von jährlich € 10 Mio wertgesichert dotiert werden.
Bitte geben Sie diesen Forderungen
mehr Gewicht durch IHRE Stimme!
Unser Finanzierungs-Modell:
Um diese Forderungen auch in der finanziell angespannten Situation des ORF umsetzen zu können, schlagen die österreichische Filmwirtschaft und die österreichischen Filmschaffenden folgendes Modell der zweckgewidmeten Gebührenrefundierung vor:
Unser Modell zur Gebührenrefundierung
Refundierung der GIS-Gebührenbefreiungen
durch die österreichische Bundesregierung
Fast 60 Millionen Euro an Programmentgelt entgehen dem ORF alljährlich aufgrund der GIS-Gebührenbefreiung für sozial und/oder körperlich hilfsbedürftige Menschen.
Die österreichischen Filmschaffenden sind für die Refundierung dieser Mittel durch die österreichische Bundesregierung, sofern sie zweckgebunden erfolgt, d.h. zur Optimierung der Programmproduktion, zur Erfüllung des erweiterten Kulturauftrags des ORF sowie zur wirtschaftlichen Absicherung der Unabhängigkeit des ORF beiträgt.
In diesem - und nur in diesem - Fall eröffnet die Refundierung die einmalige Gelegenheit, in den kommenden Jahren die – neben der Sicherstellung der politischen Unabhängigkeit - wichtigsten Ziele für die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu erreichen:
1. mehr und qualitativ hochstehendes Programm (fernsehjournalistische und fiktionale Formate) mit vornehmlich österreichspezifischen Inhalten zu produzieren und neue originäre Seherlebnisse mit eigenständigen, unverwechselbaren Formaten zu kreieren
2. die Unabhängigkeit auch bei sinkenden Werbeerlösen und wachsendem Quotendruck zu sichern (Unabhängigkeit bedeutet nicht nur gegen Zurufe aus den Parteizentralen immun zu sein, sondern auch Formate zu senden, die nicht als ideales Werbeumfeld dienen) und
3. eine nachhaltige Strukturreform durchzusetzen (tiefgreifende Einschnitte vor allem bei Technik und Administration bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung bzw. Erweiterung der journalistischen und dramaturgischen Kompetenzen), die den ORF auch in einer veränderten Medienlandschaft als Leitmedium zukunftsfähig machen.
Um dies zu erreichen ist eine definitive Zweckwidmung der Gebührenrefundierung unverzichtbar, die auch die Erfüllung des erweiterten Kulturauftrags des ORF mit einschließt. Dazu zählen insbesondere die gesetzlichen Verankerungen des seit 1969 bestehenden Radio Symphonieorchesters und des seit 1981 existierenden Film/Fernsehabkommens zur Förderung des österreichischen Kinofilms.
Die österreichische Filmwirtschaft und die Filmschaffenden schlagen daher ein Modell vor, mit dem diese Ziele in übereinstimmung mit den Forderungen der Initiative PRO ORF zu erreichen sind.
Verwendung der Gebührenrefundierung
Die jährlichen Beträge der Gebührenrefundierung
(derzeit ca. 60 Millionen Euro) sind demnach wie folgt zu verwenden:
1. 5 Millionen Euro (bzw. 8% aus der Gebührenrefundierung) für das Radio Symphonieorchester unter der Voraussetzung, dass der ORF weitere 5 Millionen aus dem ordentlichen Budget zur Verfügung stellt.
2. 4 Millionen Euro (bzw. 7%) für das Film/Fernsehabkommen unter der Voraussetzung, dass der ORF wie bisher weitere 6 Millionen aus dem ordentlichen Budget zur Verfügung stellt. Dies entspricht der Forderung der Filmwirtschaft nach einer wertgesicherten Mindestdotierung des Film/Fernsehabkommens in der Hohe von insgesamt € 10 Millionen.
3. 51 Millionen Euro (bzw. 85%) für die Produktion österreichischer bzw. von österreichischen Herstellern (ko)produzierter Spiel- und Dokumentarfilme, Serien und Dokumentationen unter der Voraussetzung, dass der ORF dafür nachweislich jeweils das 1,5 fache aus seinem bisherigen Programmbudget zu Verfügung stellt (ohne Hinrechnung anderer Förderungsmittel, z.B. Koproduktionsgelder ausländischer Sender). Dies entspricht der Forderung der Filmwirtschaft, nachweislich und kontrollierbar 25% des jährlichen Programmentgelts (derzeit ca. 126 Millionen Euro) zweckgewidmet für die nationale Programmproduktion zu verwenden.
Zielsetzungen der Gebührenrefundierung
Mit diesem Modell zur Gebührenrefundierung
kann sicher gestellt werden, dass:
1. nicht nur die zusätzlichen, aus der Gebührenrefundierung gewonnenen Mittel, sondern auch die derzeit für die Programmproduktion budgetierten Mittel nicht anderweitig (d.h. zur Finanzierung überkommener Strukturen insbesondere in Technik und Verwaltung) verwendet werden
2. der Reform- und Restrukturierungsprozess des ORF weiter vorangetrieben wird, es zwingt den ORF sogar zu massiven Einsparungen bei überkommenen Strukturen, um auf die Mittel aus der Gebührenrefundierung zugreifen zu können (51 Mio. aus der zweckgewidmeten ORF-Gebührenrefundierung plus das 1,5 fache (= 150%) aus dem bisherigen (ordinario) ORF-Programmbudget ergeben die in den Forderungen der Filmwirtschaft zur Novellierung des ORF-Gesetzes enthaltene Summe von 126 Mio).
3. die Optimierung der öffentlich-rechtlichen Programmqualität und –quantität sowohl im Informationsbereich (Bildung und Zeitgeschehen; Magazine und Servicesendungen; Kultur; Religion) als auch im Unterhaltungsbereich (Fernsehfilm; Film und Serien) gewährleistet ist.
Das Modell eröffnet darüber hinaus Wege zu einem neuen ORF-Programmschema mit ausgewiesen öffentlich-rechtlichem Charakter und damit auch neue Perspektiven für Privat-Fernsehen:
Da die Umsetzung dieses Modells zwangsläufig einschneidende Folgen für das Programmschema des ORF hat, eröffnen sich damit auch für private Sender neue Perspektiven. Eine Ausweitung der Programmproduktion bedeutet, dass auf ORF 1 und ORF 2 weniger Kaufprogramme gesendet werden; Sendeleistungen, die – wie schon derzeit in vielen Ländern Europas - von Privaten übernommen werden können, die ohnehin nicht in der Lage oder willens sind, viel in Programmproduktion zu investieren. Das gilt insbesondere für vergleichsweise teure fiktionale Programme, deren Herstellung europaweit zu einem Großteil durch öffentlich-rechtliche Sendern erfolgt.
Nicht zuletzt fließen die durch die Gebührenrefundierung zweckgebunden für die österreichische Filmproduktion eingesetzten Steuermittel (durch die erhöhte nationale Wertschöpfung und die Generierung ausländischer Koproduktionsgelder) – anders als beim derzeit massiven Einkauf internationaler Produktionen - wieder als Steuereinnahmen zurück.
Mit österreichischen Gebührengeldern auch eine österreichische Wertschöpfung zu erreichen muss ein politisches Ziel sein!
Zurück zu den Forderungen!
Die Erfolgsgeschichte des österreichischen Films
Für österreichische Filmerfolge mit internationaler Anerkennung sorgten bis in die späten 1960er Jahre fast ausschließlich in die USA emigrierte Filmemacher wie Billy Wilder, Sam Spiegel oder Fred Zinnemann, die mit über 100 Oscar-Preisen in die Filmgeschichte eingegangen sind.
Erst ab den 1960er-Jahren konnte mit dem Niedergang der alten österreichischen Filmindustrie langsam wieder Neues entstehen.
Mit der Einführung der staatlichen Filmförderung in den 1980er Jahren und dem Engagement des ORF entwickelte sich endgültig eine durch Vielfältigkeit geprägte neue österreichische Filmszene, die vom Avantgarde-Film bis zur Komödie, vom sozialkritischen Filmdrama bis zum Dokumentarfilm ein breites Spektrum abdeckt.
Für die größten Erfolge beim heimischen Kinopublikum sorgten seit dieser Zeit vor allem Filmkomödien mit Kabarettisten als Hauptdarsteller wie Harald Sicheritz’ „Hinterholz 8“ (1998) und „Poppitz“ (2002) und Paul Harathers „Indien“ (1993), Niki Lists „Müllers Büro“ (1986), die Brenner-Krimi-Verfilmungen von Wolfgang Murnberger nach den Wolf Haas’ Romanen „Der Knochenmann“ (2009) und „Komm, süßer Tod“ (2008) sowie Kurt Ockermüllers Film-Remake seiner erfolgreichen TV-Serie unter dem Titel „Echte Wiener – Die Sackbauersaga“ (2008).
Last but not least inszenierte Erwin Wagenhofer 2005 mit „We Feed the World“ den erfolgreichsten österreichischen Dokumentarfilm seit Beginn der statistischen Erfassung.
Die Jahrtausendwende brachte eine neue Internationalisierung des österreichischen Films mit sich, die auch zu zahlreichen weltweiten Auszeichnungen führte. Barbara Albert markierte 1999 mit „Nordrand“ den Beginn dieser neuen Ära im österreichischen Filmschaffen. Als erste österreichische Produktion seit 1948 wurde der Film für den Hauptpreis der Filmfestspiele von Venedig nominiert.
2001 erhielt Ulrich Seidl in Venedig den Großen Preis der Jury für „Hundstage“ und Michael Haneke den Großen Preis der Jury der Filmfestspiele in Cannes für „Die Klavierspielerin“, dem in den kommenden Jahren weitere Cannes-Auszeichnungen folgten: 2005 der Regiepreis und für „Caché“ und 2009 die Goldene Palme für „Das weiße Band“. Virgil Widrichs „Copyshop“ wurde 2002 für den Oscar in der Kategorie Bester Kurzfilm nominiert und leitete eine Serie österreichischer Oscar-Erfolge ein: Hubert Saupers „Darwins Alptraum“ wurde 2006 in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert, Götz Spielmanns „Revanche“ 2009 in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film und Stefan Ruzowitzky konnte 2008 mit „Die Fälscher“ den begehrten Oscar für den besten fremdsprachigen Film tatsächlich mit nach Hause nehmen.
Viele dieser Erfolge sind auch ein Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen dem Österreichischen Filminstitut (ÖFI) und dem ORF, der auf Basis des Film/Fernsehabkommens seit 1981 einen wesentlichen Beitrag zur nationalen Kinofilmproduktion geleistet hat. Um diese erfolgreiche Zusammenarbeit auch in Zukunft sicher zu stellen muss das Film/Fernsehabkommen – als dritte Säule der Filmförderung – gesetzlich fixiert und seitens des ORF mit einem relevanten Mindestbetrag dotiert werden.
Zurück zu den Forderungen!
Unterstützer
Wolfgang Reiter
Sprecher der Plattform Filmwirtschaft und Film-
kultur mit dem ORF
„Ohne einen relevanten Anteil österreichischer Filme, Serien und Dokus im Programm verliert der ORF seine Legitimation als gebühren-
finanzierte Rundfunkanstalt.“
Ulrich Seidl
Erhielt 2001 für „Hundstage“ bei den Filmfestspielen in Venedig den Großen Preis der Jury
„Für alle meine bisherigen Kinofilme war der ORF mit seinem Film- und Fernsehabkommen ein wesentlicher und notwendiger Finanzierungs-
partner.“
Helmut Grasser
Filmproduzent
(Allegro-Film)
„Der ORF bekommt seine Gebühren unter anderem dafür, dass er öster-
reichisches Programm produziert. Bisher fiel jeder Geschäftsführung beim Wort Sparen vor allem das Programm ein. Daher ist der Gesetz-
geber gefordert, unmißverständlich klarzustellen, dass das Programm im ORF endlich zu einer fixen Größe wird.“
Reinhard Schwabenitzky
Regisseur, Autor, Pro-
duzent (Star-Film GmbH)
„Die Führung des ORF muß begreifen, dass mehr österreichisches Programm gefordert ist – und nicht primär inter-
nationales Kaufprogramm, oder gar Selbstversorgung. Die Politik ist ge-
fragt, gemeinsam mit uns die Widmung österr. Gebührengelder und die Fortsetzung/Erhöhung des Budgets des Film-/Fernsehabkommens zu fordern, ohne sich inhaltlich einzumischen.“
Mercedes Echerer
Die Schauspielerin und TV-Moderatorin war von 1999 bis 2004 Mitglied des EU-Parlaments
„Seit 1999 kenne ich die Debatte um den ORF auch aus europäischer Sicht. Dass sich eine so erfolgreiche Filmge-
schichte im nationalen Fernsehen kaum bis gar nicht widerspiegelt, ist für meine ExkollegInnen unverständlich. Der Anteil österreichischer Produk-
tionen im ORF ist ein vernichtendes Zeugnis für die Wahrnehmung des öffentlich rechtlichen Auftrages.“
André Heller
Chansonnier, Schauspieler und Mitbegründer von Ö3
„Der öffentlich-rechtliche Programmauftrag ist geduldig und bis zur Unkenntlichkeit entstellbar, solange er nicht auch im ORF-Gesetz konkretisiert und quantifiziert wird. Ich unterstütze daher die Forderung, den ORF gesetzlich zu verpflichten, 25% der Gebühreneinnahmen für die Produktion österreichischer Filme, Serien und Dokus zu verwenden.“
Roland Teichmann
Direktor des Österreichischen Filminstituts
„Die großartigen Erfolge des österreichischen Kinofilms wären ohne den ORF nicht möglich gewesen. Das österreichische Kino braucht daher den ORF als starken und verlässlichen Partner, ohne wenn und aber!“
Thomas Höhne
Rechtsanwalt, Tätigkeitsschwerpunkt: Medien- und Informationsrecht
„Aus nix wird nix. Und ohne Aufträge kann eine nationale Filmindustrie nicht leben. Dem ORF als Leitmedium kommt hier eine nicht verzichtbare Aufgabe zu.“
Barbara Pichler
Intendantin der Diagonale - Festival des österreichischen Films
„Für die heimische Filmwirtschaft ist der ORF ein unabdingbarer Partner, doch die Mittel werden immer dürftiger, der öffentlich-rechtliche Auftrag mehr und mehr ausgehöhlt. Neben dem politischen Bekenntnis zu einem unabhängigen ORF braucht es daher die Widmung von 25% der Gebühren für österreichische Produktionen und endlich mehr gute Sendeplätze.“
Elfriede Jelinek
Nobelpreisträgerin
„Der aktuelle Höhenflug des österreichischen Films ist Grund zur Freude, aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Der ORF hat die Verpflichtung, sich substantiell an der Finanzierung österreichischer Filme zu beteiligen, und er sollte seine große Fernsehspiel- und Serientradition („Alpensaga“ etc.) nicht durch Beliebigkeit und Belanglosigkeiten verspielen.“
Werner Müller
Geschäftsführer des Fachverbandes Film- und Musikindustrie
„Österreich braucht einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk und ein starker öffentlich-rechtlicher Sender braucht österreichische Filminhalte. Eine Aufkündigung der Partnerschaft zwischen ORF und Filmwirtschaft ist ORF-Selbstbeschädigung!“
Christiane Hörbiger
Schauspielerin und TV-Star
„Oscars, Goldene Palmen und andere internationale Auszeichnungen! Was muss denn noch alles passieren, damit man hierzulande endlich das große Potential des österreichischen Films erkennt, in das es sich zu investieren lohnt? Am wichtigsten Aushängeschild dieses Landes zu sparen wäre katastrophal. Daher unterstütze auch ich die Forderungen der Plattform.“
Matthias Horx
Trend- und Zukunftsforscher
„Wenn das öffentlich-rechtliche Fernsehen etwas gegen die Erosion seiner Glaubwürdigkeit und den Vormarsch des Internet unternehmen will, muss es Wirklichkeit auch auf andere Weise darstellen als nur in Standard-Serien und den ewig gleichen Shows. Das heißt mehr nationales und regionales Programm und ein Engagement im Filmsektor. Es gibt eine Menge Talente und Bild-Welten zu entdecken...“
Kurt Stocker
Filmproduzent
„Der ORF muss mit Leidenschaft österreichisches Programm produzieren und dabei auf das kreative Potential heimischer Autoren und Schauspieler, Regisseure und Produzenten zurückgreifen! Die Regierung ist daher aufgefordert den ORF gesetzlich zu verpflichten, 25% der Gebühren-Einnahmen für die Herstellung heimischer TV-Filme, -Serien und -Dokus zu verwenden.“
Rupert Henning
Autor, Schauspieler und Regisseur
„Filme sind das Gedächtnis unserer Zeit. Weniger Filme zu produzieren, bedeutet weniger kulturelle Identität und ein schlechteres Gedächtnis. Es ist eine Frage des politischen Willens, ob ‚unser’ ORF eine Medienkolonie wird oder seinen öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllt. Wenn nicht bald gehandelt wird, heißt ORF in Zukunft nicht mehr ‚Österreichischer Rundfunk’ sondern ‚Ohne Regionales Filmschaffen’.“
Hall of Fame
Niki List
Autor und Regisseur
Niki List
1956 - 2009
Niki List war ein österreichischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent. Er galt als herausragender Vertreter des österreichischen Films.
Auszeichnungen
- 1983 Max-Ophüls-Preis für „Café Malaria“
- 1984, 1986, 1988 Österreichischer Filmpreis
- Tokyo International Film Festival: Young Cinema Tokyo Award für „Müllers Büro“
- Bergfilmfestival Trento: Preis für „Helden in Tirol“
- 2009 Verleihung des Berufstitels Professor
Barbara Albert
Regisseurin, Autorin und Produzentin
Barbara Albert
Barbara Albert ist eine österreichische Filmregisseurin, Autorin und Produzentin.
Ihr Langspielfilmregiedebüt lieferte sie 1999 mit „Nordrand“, wo sie die Befindlichkeiten zwei junger Frauen und südosteuropäischer Immigranten in Wien schildert.
Dieser Film wurde international vielfach ausgezeichnet, unter anderem an der Biennale in Venedig, was nicht nur sie und ihren Film, sondern auch das junge österreichische Filmschaffen generell ins nationale wie internationale Rampenlicht stellte.
Da internationale Auszeichnungen für österreichische Filme damals noch eine Außergewöhnlichkeit waren, und in Venedig seit Jahrzehnten keine österreichische Produktion mehr ausgezeichnet wurde, kommt dem Film auch eine gewisse Vorreiter-Funktion zu. Der Film steht beispielhaft für eine Trendwende des österreichischen Filmschaffens, das in den folgenden Jahren vermehrt an internationalen Filmfestivals ausgezeichnet wurde.
Auszeichnungen
- 1993 Max-Ophüls-Preis für „Nachtschwalben“
- 1996 Carl Mayer Drehbuchpreis für das Treatment des Films „Nordrand“
- 1999 Viennale: Preis der FIPRESCI-Jury für „Nordrand“
- 1999 Wiener Filmpreis als Bester Film für „Nordrand“
- 1999 Stockholm International Film Festival Nominierung für bestes Regiedebüt mit „Nordrand“
- 1999 Internationale Filmfestspiele von Venedig Nominierung als bester Spielfilm mit „Nordrand“
- 2000 Max-Ophüls-Preis: Förderpreis Langfilm und Drehbuchpreis für „Nordrand“
- 2003 Internationales Filmfestival von Locarno: Nominierung für „Böse Zellen“
- 2006 Flanders International Film Festival: Drehbuchpreis für „Slumming“ gemeinsam mit Michael Glawogger
- 2006 Internationale Filmfestspiele von Venedig – Nominierung für „Fallen“ als Bester Spielfilm
Wolfgang Murnberger
Regisseur
Wolfgang Murnberger
Wolfgang Murnberger ist ein österreichischer Filmregisseur.
Murnberger studierte Regie, Drehbuch und Schnitt an der Filmakademie Wien und stellte in dieser Zeit ab 1984 (Abgeschminkt) einige Kurzfilme fertig. Sein Abschlussfilm, der autobiografisch inspirierte Spielfilm Himmel oder Hölle (1991), wurde an den Österreichischen Filmtagen ausgezeichnet und erreichte auch Aufmerksamkeit und Auszeichnungen an mehreren internationalen Festivals.
Auszeichnungen
- 1991 Max Ophüls Preis: Filmpreis des saarländischen Ministerpräsidenten für „Himmel oder Hölle“
- 1991 International Film Festival Rotterdam: Special Mention beim FIPRESCI-Preis für „Himmel oder Hölle“
- 1991 Tokyo International Film Festival: Young Cinema Bronze Award für „Himmel oder Hölle“
- 1994 Viennale: Wiener Filmpreis für „Ich gelobe“ als bester österreichischer Film
- 1996 Goldene Romy für „Auf Teufel komm raus“ als bester österreichischer Fernsehfilm
- 1996 Erich-Neuberg-Preis: Beste Regie des Jahres bei einer ORF-Produktion für „Auf Teufel komm raus“
- 2000 Goldene Romy für „Komm süßer Tod“ als meistbesuchter österreichischer Kinofilm des Jahres
- 2000 Adolf-Grimme-Preis: Nominierung für „Quintett komplett“
- 2002 Erich-Neuberg-Preis: Beste Regie des Jahres bei einer ORF-Produktion für „Brüder“
- 2003Goldene Romy für „Taxi für eine Leiche“ als bester österreichischer Fernsehfilm
- 2005 Berlinale: Platz 2. beim Publikumspreis für „Silentium“
- 2006 Festival du Film policier de Cognac: Siegerbeitrag mit „Silentium“
- 2007 Goldene Romy für „Brüder III“ als bester österreichischer Fernsehfilm
Ulrich Seidl
Regisseur, Drehbuchautor, Produzent
Ulrich Seidl
Ulrich Seidl ist ein österreichischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent.
Ulrich Seidl wurde für Dokumentarfilme wie „Good News“, „Tierische Liebe“ und „Models“ mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Werner Herzog zählt Ulrich Seidl zu seinen zehn Lieblingsfilmemachern und kommentierte „Tierische Liebe“ folgendermaßen: „Noch nie habe ich im Kino so geradewegs in die Hölle geschaut“.
„Hundstage“ war Ulrich Seidls erster Spielfilm und wurde 2001 mit dem Großen Preise der Jury bei den Filmfestspielen in Venedig bedacht.
2003 gründete er die Ulrich Seidl-Film und produzierte mit ihr „Import Export“, der 2007 im Wettbewerb von Cannes seine Uraufführung hatte.
Auszeichnungen
- 1991 Wiener Filmpreis für „Good News“
- 1991 Prix des Bibliotheques, Paris für „Good News“
- 1992 Runner Up Prize Yamagata für „Mit Verlust ist zu rechnen“
- 1992 The Jury Prize Amsterdam für „Mit Verlust ist zu rechnen“
- 1992 Preis der österreichischen Filmtage für „Mit Verlust ist zu rechnen“
- 1992 Goldener Kader für den besten Dokufilm „Mit Verlust ist zu rechnen“
- 1996 Preis für die beste Dokumentation, Potsdam „Tierische Liebe“
- 1996 Preis der österreichischen Volksbildung für die beste Dokumentation „Bilder einer Ausstellung“
- 2000 Publikumspreis des Filmfestivals von Sarajewo für „Models“
- 2001 Grosser Preis der Jury in Venedig, Silberner Löwe für „Hundstage“
- 2001 Bester Film und beste Regie, Bratislawa für „Hundstage“
- 2001 Preis für den besten Film mit (Gijon) sowie Spezialpreis für Maria Hofstätter Gijon (Hundstage)
- 2001 FIPRESCI-Preis für die Entdeckung des Jahres mit „Hundstage“
- 2001 Preis für den erfolgreichsten österreichischen Kinofilm des Jahres 2001/2002 mit „Hundstage“
- 2001 Fernsehpreis der österreichischen Volksbildung für den besten Spielfilm mit „Models“
- 2002 Würdigungspreis des Bundeskanzleramt
- 2003 Bester Dokumentarfilm in Karlovy Vary für „Jesus, du weißt“
- 2003 Wiener Filmpreis / Viennale für „Jesus, du weißt“
- 2003 Prix de L’Association Quebecoise des Critiques beim 32. Inter. Filmfestival Nouveau Cinema in Montreal für „Jesus, du weißt“
- 2003 Erich-Neuberg-Preis Wien für „Jesus, du weißt“
- 2004 Best Director Riga, Lettland
Erwin Wagenhofer
Autor und Filmemacher
Erwin Wagenhofer
Erwin Wagenhofer ist ein österreichischer Autor und Filmemacher.
Erwin Wagenhofer ist seit 1987 freischaffender Autor und Filmemacher. Als solcher erstellte er 1988 sein erstes filmisches Künstlerporträt: in „Das Fragmentarische in der Kunst“ porträtiert er Oswald Oberhuber. Der Film wurde in der ORF-Sendung kunst-stücke sowie an den Österreichischen Filmtagen Wels gezeigt.
Von 1995 bis 2000 war er Lehrbeauftragter an der Donauuniversität in Krems, seit 2002 ist er Lehrbeauftragter an der Universität für angewandte Kunst in Wien.
Seit 2001 hat Wagenhofer auch einige Drehbücher zu Spiel- und Dokumentarfilmen fertig gestellt, die bisher nicht realisiert wurden. Hierzu zählen die Spielfilmdrehbücher „Vergiss Neider!“ und „Ach Paul...“ sowie das Drehbuch für die Dokumentation „C2H5OH - Äthanol oder schlicht Alkohol“.
2005 realisierte Wagenhofer seinen ersten Langdokumentarfilm fürs Kino: „We Feed the World“. Die von der Allegro Film produzierte Dokumentation handelt von der zunehmenden Industrialisierung der Nahrungsmittelproduktion und wirft einen kritischen Blick auf die internationale Agrarpolitik, insbesondere auf die Rolle der EU in diesem Zusammenhang. Der Film erreichte europaweit über 800.000 Besucher, wurde an zahlreichen Festivals gezeigt und mehrfach ausgezeichnet.
Anlässlich des Weltspartags, der in Deutschland am 30. Oktober 2008 begangen wurde, startet Wagenhofers neuer Dokumentarfilm „Let's Make Money“ in den deutschen Kinos, in Österreich am Tag darauf. Der Film dokumentiert die Geldströme im globalen Finanzsystem und bezeugt die ungleiche Verteilung des Vermögens auf der Welt sowie innerhalb von Gesellschaften.
Auszeichnungen
- 2006 Motovun Film Festival
- FIPRESCI-Preis für „We Feed the World“
- Amnesty International Human Rights Award
- 2009 Deutscher Dokumentarfilmpreis für „Let’s Make Money“
Harald Sicheritz
Regisseur und Drehbuchautor
Harald Sicheritz
Harald Sicheritz ist ein österreichischer Autor und Filmemacher.
Harald Sicheritz war als Fernsehjournalist für die Sendung „Ohne Maulkorb“ tätig, außerdem produzierte er Fernsehprogramme für den ORF sowie andere Fernsehsender und war zeitweise als Theaterregisseur tätig.
Heute schreibt er hauptsächlich Drehbücher und führt erfolgreich bei österreichischen Filmen - häufig Komödien und Historienfilme, aber auch Werbespots - Regie.
Auszeichnungen
- Österreichischer Staatspreis für Werbefilm „Mercutio“ (Werbespot für das Wiener Kindertheater)
- Film Finalist bei Cannes Lions mit „Church“ (Werbespot für Barkeeper-Schule)
- Goldene Romy für beste Kamera an Thomas Kiennast „Im Reich der Reblaus“
- Österreichischer Filmpreis für „MA 2412 - die Staatsdiener“
- Österreichischer Filmpreis für „Poppitz“
- Golden Ticket (300.000 Kinobesucher in Österreich) für „Poppitz“
- Fernsehpreis der Österreichischen Volksbildung für „Zwölfeläuten“
- Goldene Romy für beste Kamera an Thomas Kürzl für „Trautmann 1“
- Österreichischer Filmpreis für „Wanted“
- Goldene Romy für den erfolgreichsten österreichischen Film für „Wanted“
- Österreichischer Filmpreis für „Hinterholz 8“
- Super Golden Ticket (600.000 Kinobesucher in Österreich) für „Hinterholz 8“
- Goldene Romy für den erfolgreichsten österreichischen Film für „Hinterholz 8“
- Österreichischer Schauspielpreis an Roland Düringer für „Hinterholz 8“
- Erich Neuberg-Regiepreis für „Qualtingers Wien“
- Goldene Romy für beste Kamera an Helmut Pirnat für „Qualtingers Wien“
- Österreichischer Filmpreis für „Freispiel“
- Goldene Romy für den erfolgreichsten österreichischen Film für „Freispiel“
Michael Kreihsl
Regisseur
Michael Kreihsl
Michael Kreihsl, 1958 in Wien geboren, ist Film- und Theaterregisseur.
Inszenierungen am Burgtheater, Volkstheater und Theater in der Josefstadt. Filme mit Senta Berger, Ulrich Tukur, Aglaia Szyszkowitz, Marianne Mendt, Johannes Silberschneider, Friedrich von Thun, Peter Weck u.a.
Gerade abgedreht wurde „Der Täter“ mit Erwin Steinhauer, Justus Neumann und Jürgen Tarrach, eine DOR-Film-Produktion im Auftrag des ORF.
Filme
- 2007 „Liebe auf Kredit“
- 2006 „Trau' niemals deinem Schwiegersohn!“
- 2004 „Mein Vater, meine Frau und meine Geliebte“
- 2003 „Der Traumprinz“
- 2002 „Tigermännchen sucht Tigerweibchen“
- 2000 „Heimkehr der Jäger“
- 2000 „Probieren Sie's mit einem Jüngeren“
- 1996 „Charms Zwischenfälle“
Auszeichnungen/Preise
- Caligari Preis 1996 (Berlinale) für „Charms Zwischenfälle“
- Würdigungspreis für Filmkunst 2000 (Bundesfilmpreis) für „Heimkehr der Jäger“
- Erich Neuberg Preis (Österr. Fernsehpreis) 2001 für „Probieren Sie's mit einem Jüngeren“
- FIPA d' Or Grand Prize Drama 2005 (Biarritz) für „Mein Vater, meine Frau und meine Geliebte“
- ROMY 2005
Michael Haneke
Regisseur und Drehbuchautor
Michael Haneke
Michael Haneke ist ein österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor.
2005 erhielt er für „Caché“ den Regiepreis in Cannes, den Preis der FIPRESCI, den Preis der ökumenischen Jury und fünffach den Europäischen Filmpreis. 2009 erhielt er für „Das weiße Band“ die Goldene Palme in Cannes.
Auszeichnungen
- 1989: Film Festival Ghent Beste Verwendung von Musik und Ton für „Der siebente Kontinent“
- 1989: Internationales Filmfestival von Locarno Bronze Leopard für „Der siebente Kontinent“
- 1990: Österreichischer Würdigungspreis für Filmkunst für „Der siebente Kontinent“
- 1992: FIPRESCI-Award für „Bennys Video“
- 1992: Wiener Filmpreis für „Bennys Video“
- 2001: Internationale Filmfestspiele von Cannes Großer Preis der Jury für „Die Klavierspielerin“
- 2002: Goldene Romy Erfolgreichster österreichischer Kinofilm für „Die Klavierspielerin“
- 2003: Chlotrudis Award-Nominierung für Beste Regie für „Die Klavierspielerin“
- 2004: Billy Wilder Award für seine Verdienste um das Filmland Österreich
- 2005: Internationale Filmfestspiele von Cannes für Beste Regie für „Caché“
- 2005: FIPRESCI Ökumene-Preis für „Caché“
- 2005: Europäischer Filmpreis für Besten Film und Beste Regie für „Caché“
- 2006: International Thriller Award für Bestes Drehbuch für „Caché“
- 2007: Chlotrudis Award für Beste Regie für „Caché“
- 2009: FIPRESCI-Award für „Das weiße Band“
- 2009: Internationale Filmfestspiele von Cannes: Goldene Palme für „Das weiße Band“
Stefan Ruzowitzky
Regisseur und Drehbuchautor
Stefan Ruzowitzky
Stefan Ruzowitzky ist ein österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor.
2008 wurde sein Spielfilm „Die Fälscher“ mit dem Oscar für den besten ausländischen Film ausgezeichnet.
Auszeichnungen
- 1997: Saarbrücken / Förderpreis Langfilm für „Tempo“
- 1998: Rotterdam / Bester Film für „Die Siebtelbauern“
- 1998: Flanders Film Festival / Bester Film für „Die Siebtelbauern“
- 1998: Preis des saarländischen Ministerpräsidenten für „Die Siebtelbauern“
- 1998: Valladolid / Silberne Ähre für „Die Siebtelbauern“
- 2007: Nominierung für den Goldenen Bären für „Die Fälscher“
- 2007: Kulturpreis der Stadt Klosterneuburg
- 2008: Oscar für den besten ausländischen Film für „Die Fälscher“
- 2008: Goldener Rathausmann der Stadt Wien
- 2008: Romy in der Kategorie TV-Moment des Jahres für den Oscar als Bester fremdsprachiger Film für „Die Fälscher“
Michael Glawogger
Regisseur, Drehbuchautor, Kameramann
Michael Glawogger
Michael Glawogger ist ein österreichischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Kameramann.
Ähnlich wie Ulrich Seidl, mit dem er mehrmals zusammengearbeitet hat, bedient er sich häufig der Form des (semi-)dokumentarischen Films.
Seine beiden international erfolgreichsten Arbeiten, „Megacities“ und „Workingman’s Death“, haben über beinahe alle Kontinente verstreute Schauplätze und thematisieren unter anderem soziale Aspekte der Globalisierung.
Auszeichnungen
- 1995 Wiener Filmpreis für „Die Ameisenstraße“
- 1996 Produzentenpreis Saarbrücken für „Die Ameisenstraße“
- 1998 Wiener Filmpreis für „Megacities“
- 1998 Best Documentary, Sao Paulo, für „Megacities“
- 1999 Golden Spin Award, San Francisco, für „Megacities“
- 1999 NFB Award for Best Documentary, Vancouver, für „Megacities“
- 2005 Europäischer Filmpreis (Bester Dokumentarfilm) für „Workingman's Death“
- 2005 Preis der FIPRESCI-Jury, Leipzig, für „Workingman's Death“
- 2005 The Times bfi London Film Festival Grierson Award für „Workingman's Death“
- 2007 Deutscher Filmpreis Bester Dokumentarfilm für „Workingman's Death“
- 2009 Großer Preis der Diagonale für „Das Vaterspiel“
Götz Spielmann
Regisseur und Drehbuchautor
Götz Spielmann
Götz Spielmann ist ein österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor.
Er zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen österreichischen Autorenfilmern.
Sein Spielfilmdebüt absolviert Spielmann 1990 als Regisseur des Dramas „Erwin und Julia“ mit Heinz Weixelbraun und Julia Stemberger in den Hauptrollen.
Die Filme „Die Fremde“ (2000) und „Antares“ (2004) waren Österreichs Einreichungen für eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film. „Antares“ lief auf über dreißig internationalen Festivals.
2006 gründete er gemeinsam mit seiner Frau Sandra Bohle seine eigene Filmproduktionsgesellschaft, die Spielmannfilm. Im selben Jahr begann Spielmann auch für das Theater tätig zu werden. 2007 erlebte mit „Imperium“ sein erstes Theaterstück Premiere in den Linzer Kammerspielen des Landestheater Linz. Spielmann ist zudem Vorstandsmitglied des Verbandes der Filmregisseure Österreichs.
Auszeichnungen
- 1985 Internationales Festival der Filmhochschulen München: Jurypreis für „Fremdland“
- 1988 Filmfestival Max Ophüls Preis: Sonderpreis für „Vergiss Sneider!“
- 1991 Nominierung für den Goldenen Leoparden beim Internationalen Filmfestival von Locarno für „Erwin und Julia“
- 1993 Viennale: Wiener Filmpreis für „Der Nachbar“
- 1994 Erich-Neuberg-Preis für „Dieses naive Verlangen“ als beste Regieleistung bei einer ORF-Produktion
- 2004 Nominierung für den Goldenen Leoparden beim Internationalen Filmfestival von Locarno für „Antares“
- 2006 Oberösterreichischer Landeskulturpreis in der Sparte „Film“
- 2008 Diagonale: Großer Preis der Diagonale für „Revanche“ als Bester Spielfilm
- 2008 Internationale Filmfestspiele Berlin - Label Europa Cinemas für „Revanche“ als bester europäischer Film der Programmschiene Panorama
- 2008 Internationale Filmfestspiele Berlin - Art-Cinéma-Award der CICAE (Confédération Internationale des Cinémas D'Art et Essai) für „Revanche“
- 2009 Nominierung für den Oscar als Bester fremdsprachiger Film für „Revanche“
Jessica Hausner
Filmregisseurin, Autorin und Produzentin
Jessica Hausner
Jessica Hausner ist eine österreichische Filmregisseurin, Autorin und Produzentin.
Hausner studierte an der Filmakademie Wien. Internationale Aufmerksamkeit erregte sie 2000 mit „Lovely Rita“, dem Porträt eines jungen Mädchens, das sich von familiären Zwängen eingeengt fühlt.
Bei „Hotel“ bezog sie sich 2004 auf das Genre des Psychothrillers. 2009 erhielt sie für ihren Film „Lourdes“ eine Einladung in den Wettbewerb der 66. Internationalen Filmfestspiele von Venedig.
Gemeinsam mit Barbara Albert, Antonin Svoboda und Martin Gschlacht gründete sie 1999 die Wiener Filmproduktionsfirma coop99.
Auszeichnungen
- 1999 Prix Spécial du Jury (Cannes Int. Film Festival, Cinéfoundation) für „Inter-view“
- Drehbuchpreis „Goldener Bobby“ (Wien, FAK) für „Inter-view“
- 2001 Europäischer Filmpreis-Nominierung für den European Discovery of the Year für „Lovely Rita“
- Viennale 2001 Wiener Filmpreis & FIPRESCI-Award für „Lovely Rita“
- 2002 Max-Ophüls-Preis-Nominierung für „Lovely Rita“
- 2005 Diagonale: Großer Preis der Diagonale für „Hotel“
- 2005 Thomas Pluch Drehbuchpreis für „Hotel“
- 2005 Leeds International Film Festival - Grand Prize of European Fantasy Film in Silver für „Hotel“
- 2005 Max-Ophüls-Preis-Nominierung für „Hotel“
Best of TV
Novotny & Maroudi
Zahngötter in Weiß
„Novotny & Maroudi“ ist eine Produktion von Gebhardt Productions im Auftrag des ORF nach einer Idee von Leo Bauer, Fritz Schindlecker.
Hauptdarsteller: Michael Niavarani, Andreas Vitasek, Stefanie Paschke, Kathi Winkler
Von dieser österreichischen Fernsehserie wurden zwischen 2005 und 2007 17 Folgen produziert.
Wir sind Kaiser
Österreich ist wieder Monarchie, eine unrepräsentative Monarchie. Wir haben einen Kaiser.
„Wir sind Kaiser“ ist eine Produktion von Gebhardt Productions im Auftrag des ORF nach einer Idee von Wilfried Reichel, Uly Aris. Für die Drehbücher zeichnen Rudi Roubinek, Robert Palfrader und Gerald Fleischhacker verantwortlich.
Robert Heinrich I. - kein Habsburger, denn die haben es schließlich verbockt: Ungarn verloren, Kärnten behalten. Diese Patzer – aber das ist eine andere Geschichte – jetzt hat unser Kaiser Audienz und wird endlich alles richten. Vorgeladen werden Politiker und Prominente, die Robert Heinrich I. Rede und Antwort stehen müssen. Schließlich läuft einiges falsch im Staate Österreich.
Ausstrahlungsbeginn: Mai 2007 auf ORF1
Immer Donnerstags auf ORF1, wenn kein Fußball, Dorfers Donnerstalk oder ein anderes Programm unterbricht.
Brüder (Trilogie)
Filmtrilogie / Tragikomödie
Drei sehr unterschiedliche BRÜDER, die im Grunde nur eines gemeinsam haben: sie sind ohne Vater aufgewachsen. Am liebsten gehen sie einander aus dem Weg. Als allerdings die geliebte Mutter plötzlich an einem äußerst rätselhaften Ort stirbt, holt sie die Vergangenheit auf seltsame Weise ein. Und schließlich ist es dann doch nicht so übel, Brüder zu haben ...
Regie: Wolfgang Murnberger, Produktion: Dor Film, Wien.
Darsteller: Erwin Steinhauer, Andreas Vitasek, Wolfgang Böck, Michou Friesz, Susa Mayer
Schnell ermittelt
Krimiserie
Angelika Schnell - die TV-Kommissarin mit dem gewissen Etwas
„Schnell ermittelt“ ist eine Produktion des ORF, hergestellt von MR-Film.
Die ORF-Krimiserie „Schnell ermittelt“ begeisterte das ORF-Publikum: Insgesamt erreichte die erste Staffel 2,757 Millionen Österreicherinnen und Österreicher, das entspricht rund 39 Prozent der heimischen Bevölkerung. Besonders erfolgreich war die ORF-Krimiserie bei den jungen Seherinnen und Sehern.
Die Idee zum Serienkonzept stammt von Eva Spreitzhofer, die für den ORF u. a. den vierteiligen Mysterythriller „Zodiak“ schrieb. Die Drehbücher verfassten – neben Eva Spreitzhofer – Verena Kurth und Rainer Hackstock. Regie führte Michi Riebl, der für den ORF zuletzt Episoden der Erfolgsserie „Der Winzerkönig“ in Szene gesetzt hat.
Zurzeit arbeiten Riebl und Co. wieder am „Schnell ermittelt“- Set, denn seit Anfang März wird bereits an der zweiten Serienstaffel mit acht weiteren Episoden gedreht.
Darsteller: Ursula Strauss, Andreas Lust, Wolf Bachofner, Katharina Straßer, Fiona Hauser, Simon Morzé
echt fett
Comedy
„Echt fett“ ist eine Unterhaltungssendung des ORF, die zwischen 2003 und 2007 produziert wurde.
Es ist ein 25-minütiges, wöchentliches Comedy-Format, in dem die Protagonisten (Robert Palfrader, Alex Scheurer, Max Schmiedl und Angelika Niedetzky) der Sendung in unterschiedlichen Rollen und Verkleidungen ihren Mitbürgern Streiche spielen. Die Opfer wissen nicht, dass sie dabei mit einer versteckten Kamera gefilmt werden. Drehorte sind meistens belebte Orte der Innenstadt von Wien oder Graz. Im Vordergrund steht die österreichische Identität und Mentalität.
Für die Gestaltung der amüsanten Folgen zeichnete Oliver Baier verantwortlich.
Der Winzerkönig
TV-Serie
„Der Winzerkönig“ und das Burgenland erobern Europa.
Die Familienserie hat bisher nicht nur das österreichische und deutsche Publikum begeistert, sondern konnte auch bereits Norwegen und die Schweiz erobern.
TV-Serie Im Auftrag von ORF und ARD.
Regie: Holger Barthel, Claudia Jüptner-Jonstorff
Kamera: Moritz Gieselmann
Darsteller: Harald Krassnitzer, Stefan Fleming, Katharina Stemberger, Britta Hammelstein, Christine Ostermayer, Susanne Michel, Wolfgang Hübsch
Drehbuch: Peter Mazzuchelli
Drehort: Burgenland
Produktion: DOR FILM
Trautmann
Kriminalserie
„Trautmann“ ist eine zwischen 2000 und 2005 hergestellte Produktion des ORF, hergestellt von MR-Film.
Die Figur ging ursprünglich aus der Rolle des Wiener Polizisten Trautmann in der Fernsehserie Kaisermühlen-Blues hervor. Als diese Serie 1999 nach sieben Jahren endete, wurde als so genannter Spin-off die eigenständige Reihe Trautmann weitergeführt.
In den Folgen löst Kommissar Trautmann Fälle, die zum großen Teil im Milieu der Wiener Halb- und Unterwelt angesiedelt sind.
An der Seite des Ermittlertrios Wolfgang Böck, Monica Weinzettl und Simon Schwarz sind u. a. weiters Wolfram Berger, Thomas Morris, Erwin Steinhauer, Beatrice Frey, Georges Kern, Janos Bata, Marek Wlodarczyk, Margarethe Tiesel, Brigitte Kren, Karl Ferdinand Kratzl, Viktoria Schubert, Ernst Konarek, Maresa Hörbiger und Johannes Silberschneider zu sehen.
Das Drehbuch für die jeweils 90 Minuten dauernden Folgen schrieb Ernst Hinterberger, die Regie führte im Pilotfilm Harald Sicheritz, in allen weiteren Folgen Thomas Roth.
4 Frauen und 1 Todesfall
Kriminalserie
„Vier Frauen und ein Todesfall“ ist eine Produktion des ORF, hergestellt von DOR FILM, mit Unterstützung des Landes Oberösterreich.
Mörderisches (?) Damenquartett am Mondsee mit Gaby Dohm & Co.
Wo auch immer in der Umgebung jemand stirbt, da sind sie nicht weit: Gaby Dohm, Adele Neuhauser, Brigitte Kren und Martina Poel sind die Titelheldinnen der ORF-Krimiserie „Vier Frauen und ein Todesfall“ nach einer Idee von Wolf Haas und Annemarie Mitterhofer.
Das verschworene Damenquartett wittert hinter jedem Todesfall ein Verbrechen und wird detektivisch aktiv.
Das Erfolgsduo Uli Brée und Rupert Henning verfasste die Drehbücher zu zehn skurrilen Krimiabenteuern made in Austria, die Harald Sicheritz, Wolgang Murnberger und Andreas Prochaska in Szene setzten.
SOKO Donau
Kriminal-Serie
Erfolg in Serie – dafür steht seit Jahren die Soko-Familie, die 2005 um einen attraktiven Schauplatz erweitert wurde: die „Soko Donau“.
„SOKO Donau“ ist eine Koproduktion von Satelfilm und Almaro in Zusammenarbeit mit ORF und ZDF, hergestellt mit Unterstützung des Fernsehfonds Austria, des Filmfonds Wien und des Landes Niederösterreich. Die Serie dreht sich um die Wiener Schiffahrtspolizei.
Nach der erfolgreichen Produktion von vier Staffeln hat sich die heimische Serie einen Fixplatz in der Zusehergunst der Österreicher erobert. Seit 21. April 2009 entsteht an Schauplätzen in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich bereits Staffel fünf der ORF/ZDF-Gemeinschaftsproduktion.
Auch in der fünften Saison, deren Ausstrahlung für Herbst 2009 geplant ist, geht es für die einzigartige Sondereinheit an Europas zweitlängstem Fluss wieder mörderisch zu.
Julia
TV-Serie
Julia, eine ungewöhnliche Frau
„Julia“ erzählt die Geschichte der charakterstarken Juristin Julia Laubach, die sich den Höhen und Tiefen des Lebens mutig, eigenwillig, warmherzig und mit der nötigen Portion Humor stellt.
Die Serie wurde in den Jahren 1998–2002 gedreht und hatte insgesamt fünf Staffeln mit je 13 Folgen. Julia ist eine Produktion von ORF und ARD, hergestellt von DOR FILM.
Regie: Walter Bannert, Holger Barthel, Wilhelm Engelhardt, Gero Erhardt, Peter Sämann
Darsteller: Christiane Hörbiger, Peter Bongartz, Paula Polak, Philipp Fleischmann, Michael König, Konstanze Breitebner, Franz Buchrieser, Fritz Karl, Hertha Schell, Bibiana Zeller, Johanna Mertinz u.v.m.
